Ernährung Nierenkrank
Gesundheit,  Nieren

Ernährung Nierenkrank

Nierenerkrankung und Ernährung Nierenkrank, darunter versteht man meistens die Dialyse. Aber es gibt noch viel mehr was dazu gehört und was ich seit 3 Jahren durchmache damit. Ich bin Nierenkrank, Stufe 3 und war auch schon für Wochen an der Dialyse und möchte das nicht wieder erleben. Nicht weil es schmerzt, das tut nicht weh, aber man ist dann eingeschränkt und muss alles umstellen damit man damit so gut es geht leben kann.

Ich möchte kurz drauf eingehen wie die Ursachen sein können, die Symptome und die Diagnose und dann die Ernährung. Es ist nicht einfach und ich möchte keinen Ärztlichen Rat geben, sondern nur meine Erfahrungen und Wissen aufschreiben. Wenn ihr Probleme habt, denkt das was nicht in Ordnung ist, geht bitte zum Arzt und lasst euch untersuchen und ein großes Blutbild machen. Je früher man was erkennt, desto besser kann man das Behandeln.

Sollte ich was vergessen habe oder ihr weitere Tipps habt, schreibt mich gerne an.

Chronische Nierenerkrankung – Was ist das?

Nieren sind lebenswichtige Organe, die viele Körperfunktionen beeinflussen und zudem das Blut reinigen. Es gibt viele Krankheiten, die zur Folge haben können, dass die Nieren schlechter Arbeiten. Beim Kreislaufversagen, Nierensteinen und wenn sich der Urin wegen der Prostatavergrößerung zurückstauen.

Sollten jetzt die Nieren länger als 3. Monate nur eingeschränkt Arbeiten oder dauerhaft geschädigt sein, ist das eine chronische Nierenerkrankung. Am meisten kommt das beim Bluthochdruck und Diabetes mellitus vor. Aber auch bei älteren Menschen kann sich eine chronische Nierenerkrankung entwickeln. Leider merkt man das erst sehr spät, weil man am Anfang keine Beschwerden hat. Man kann es aber über die Blutwerte feststellen, wenn die Werte schlechter werden.

Eine Behandlung zielt vor allem darauf ab, dass weitere Schäden und schwächen der Nieren nicht weiter vorschreiben. Aber sehr wichtig ist das man Blutarmut, Übersäuerung oder Veränderungen des Knochenstoffwechsels behandelt. Wenn die Nieren komplett versagen, bleiben einen nur die Dialyse und eine Transplantation einer Spenderniere, dass man weiterleben kann.

Symptome einer Nierenerkrankung – Ernährung Nierenkrank

Die chronische Nierenkrankheit fällt oft erst auf, wenn es man Beschwerden durch eine Folgeerkrankung bekommt oder gar die Nieren versagen. Der Körper scheidet dann kaum Wasser aus, es Sammeln sich im Körper und man schwemmt auf und nimmt innerhalb von 2 Tagen mehr als 3 kg zu. Abfallstoffe auf dem Stoffwechsel sammelt sich an und kann damit den ganzen Körper treffen.

  • Schwellungen im Gesicht, Beine usw.
  • Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust, Gewichtszunahme
  • Schwäche, Müde, Lustlos und Antriebslos
  • Luftnot
  • Konzentrationsstörungen, Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit
  • Muskelkrämpfe, Lähmungserscheinungen

Folgende Symptome können vorkommen auch in Kombination

  • Vom Kopf: Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressive Verstimmungen, Bewusstlosigkeit, Koma, Verwirrtheit.
  • Herz: Luftnot, Schmerzen in der Brust, Herzrhythmusstörungen
  • Organe: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust,
  • Nieren: Versiegen der Urinausscheidung
  • Knochenschmerzen, Schwäche, Muskelkrämpfe, Taubheitsgefühl, Kribbeln
  • Wassereinlagerungen, Blässe, bräunlich-graue Verfärbung der Haut Juckreiz, Körpergeruch nach Urin

Die Ursachen der Nierenerkrankung

Am meisten kommt Diabetes mellitus und Blutdruck der Auslöser für die Ursache bei Erwachsenen. Aber es kann auch ein anderer Grund für die Nierenschäden sein.

  • Das Nierengewebe ist entzündet
  • Dauerhafte Medikamente wie Schmerzmittel
  • Nierensteine, Tumor aber auch Vernarbungen
  • Angeborene Nierenerkrankungen

Verlauf und folgen der Nierenerkrankung

Auch zu Anfang der Erkrankung kann die Niere das Blut noch ausreichend reinigen. Dieser Zustand kann über Jahre anhalten, es kann auch vorkommen, dass die Nieren sich wieder erholen. Aber es kann eben auch sein das die Nierenfunktion sich weiter verschlechtert. Dann entwickelt sich eine Nierenschwäche. Es kann bei einigen Menschen dann bis zum völligen Versagen der Nieren kommen. Das nennt man dann „terminale Nierenversagen“ und dieser Zustand ist lebensbedrohlich.

Man hat ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Geschädigte Nieren können zur Blutarmut, Blutgerinnungsstörungen und Knochenschäden führen. Versagen die Nieren komplett, führt das zu einer Vergiftung von Innen, Magen-Darm-Probleme, Hirn und Nervenschädigungen. Aber auch der Wasser und Elektrolythaushalt kommt aus dem Gleichgewicht und der Körper übersäuert. Die Folgen sind dann Bewusstlosigkeit, Lungenödem und Herzrhythmusstörungen, die lebensbedrohlich sein.

Stadien der Erkrankungen der Nieren?

  1. Stadium: In einer Urinuntersuchung erbeben sich leichte Ansätze für eine Schädigung der Nieren. Der Gesunde Bereich sorgt aber für eine noch normale Funktion.
  2. Stadium: Zusätzlich zu dem Nierenschaden ist die Nierenfunktion leicht beeinträchtigt. Symptome sind noch keine zu merken.
  3. Stadium: Nierenfunktion ist mäßig eingeschränkt.
  4. Stadium: Nierenfunktion ist stark eingeschränkt. Es können bereits Juckreiz, Blutarmut, Übersäuerung und Knochenschmerzen vorkommen.
  5. Stadium: Terminales Nierenversagen. Das Blut kann nicht mehr ausreichend gereinigt werden – es kommt zu einer ausgeprägten Urämie. Dialyse und Spenderniere sind nötig, die die Nierenfunktion ersetzen.

Wie Leben mit der Nierenkrankheit

Es verändert alles im Leben. Man muss viel mit Ärzten Arbeiten, viele Untersuchungen und Medikamente nehmen. Es verändert alles mit der Behandlung und der Dialyse verändert sich Privat und Berufsleben. Man muss auf die Ernährung achten, auf das Trinken und vor allem darf man nicht mehr einfach Medikamente nehmen. Also Ibuprofen usw. sind komplett tabu und nichts mehr ohne dass Okay vom Arzt.

Ich weiß, wovon ich rede und kann sagen es ist kein schönes Leben. Ich bin schon eingeschränkt und habe auch die Dialyse erlebt und auch wenn es nicht schmerzt, es ist nicht angenehm. Ich lag dauerhaft, auf der intensiven Station an der Dialyse und danach alle 2 Tage für 4 Stunden. Ich konnte zwar in dieser Zeit immer schlafen, aber ich möchte das nicht wieder erleben. Darum ist wichtig das man mit dem Arzt und einen Nierenarzt zusammenarbeitet.

Dort erfährt man auch wie die Ernährung Nierenkrank und worauf man achten muss. Wichtig aber vor allem, dass man nicht Verrückt wird und durchdreht. Lasst euch alles gut Erklären beim Arzt und stellt Fragen über Fragen. Dafür sind die Ärzte da und die kennen unsere Sorgen und Ängste.

Ernährung Nierenkrank

Bei der akuten Nierenschwäche kann es zu einen starken Eiweißabbau sowie Fettstoffwechselstörungen kommen. Die Kalorienzufuhr sollte bei 35 bis 40 Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht und Tag liegen. Die Trinkmenge muss angepasst werden. Wen man zu wenig Urin ausscheidet muss man Kalium, natrium- und eiweißarm sich ernähren. Scheidet man zu viel Urin aus, muss man eine Kalium und natriumreiche Ernährung machen. Man verhindert damit den Verlust von Mineralsalzen. Flüssigkeitsverlust kann man mit dem Trinken ausgleichen.

Verringerte Eiweißzufuhr: Kann das Fortschreiten bremsen. Pro Tag sollte man nicht mehr als 0,6 bis 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Verzehrtes Eiweiß sollte eine hohe biologische Wertigkeit besitzen. Das bedeutet aus vielen Eiweißbausteinen bestehen, die unser Körper nicht selbst bilden kann, sogenannte essenzielle Aminosäuren. Die Kombination verschiedener Proteinquellen sichert die Versorgung mit allem wichtigen Verbindungen. Proteingemische sind unter anderen Kartoffeln und Ei, Bohnen und Ei, Milch und Weizen, Ei und Weizen aber auch Hülsenfrüchte und Weizen. Man sollte am besten eiweißarme Spezialprodukte nutzen wie eiweißarmes Mehl und die Produkte wie Gebäck und Brot zu sich nehmen.

Nicht für Leute die Dialyse brauchen.

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Ernährung mit wenig Phosphat

Diese chronische Nierenschwäche kann sich negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirken. Die Stabilität der Knochen nimmt ab und damit dieser Effekt nicht noch weiter unterstützt wird, sollt man sich phosphorarm Ernähren, eine bestimmte Nierendiät wird dann empfohlen. Zu viel Phosphat macht die Knochen brüchiger.

Die empfohlene Phosphatmenge liegt zwischen 0,8 bis 1 Gramm pro Tag. Man sollte daher die Nahrungsmittel mit hohem Phosphatgehalt meiden. Dazu zählen unter anderen Nüssen, Müsli, Vollkorntoast und Innereien, aber auch viele Milchprodukte wie Milch, Buttermilch und Joghurt. Günstiger sind da der Quark, Frischkäse, Camembert, Briekäse, Mozzarella, Harzer Roller und Limburger.

Vermeiden sollte man Schmelzkäse, Kochkäse, Dosenmilch und einige Wurstsorten. Am besten den Metzger nach den Phosphatgehalt fragen bevor man was kauft. Phosphat Zusätze erkennt man an E Nummern wie E338, E450 a bis c, E540, E543 und E544.

Eiweißreiche Lebensmittel enthalten meistens auch viel Phosphat.

Ernährung mit wenig Kalium

Wenn man im fortgeschrittenen Stadium ist, sollte man sich kaliumarm ernähren, damit man den erhöhten Kalium spiegel nicht noch weiter ansteigen zu lassen. Zu viel Kalium kann Herzrhythmusstörungen auslösen. Je nach Schweregrad der Nierenschwäche sind 1,5 bis 2 Gramm pro Tag empfohlen. Am besten meidet man kaliumreiche Nahrungsmittel und Getränke.

  • Gemüse- und Obstsäfte
  • Trockenobst wie Rosinen, Datteln, Feigen usw.
  • Nüsse
  • Bananen, Aprikosen, Avocado
  • Hülsenfrüchte
  • Tomaten, Spinat, Mangold, Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Fenchel, Oliven
  • Keime und Sprossen
  • Pize egal ob frische oder getrocknet
  • Kartoffeltrockenprodukte, Chips, Kartoffelknödel, Kartoffelpüree

Tipps zum Durstlöschen

  • Kaugummi ohne Zucker kauen
  • Eiswürfel lutschen
  • Zitronenstückchen lutschen
  • Salzige und sehr süße Speisen vermeiden
  • Mund ausspülen

Bei Dialyse ist eine andere Ernährung wichtig, diese muss man mit dem Arzt besprechen.

Ernährung Nierenkrank

Liste für eiweißarme Ernährung bei Nierenkrankheit ohne Dialyse!

Nach Rücksprache mit dem Arzt wegen dem Kalium und Phosphat

NahrungsmittelEmpfehlenswertNur kleine MengenNicht gut, Meiden
GemüseAlle Sorten Gemüse, Salate und PilzeSojaprodukte (100g Tofu = 10g Eiweiß)Fertigprodukte, wenn sie viel Salz enthalten
KartoffelnNach belieben wie gekocht, gebraten, gebacken und Salat Fertigprodukte mit Phosphatzusatz wie Kartoffelchips usw.
Obst, NüsseOb frisch oder gekocht Nüssen, Samen, Erdnuss, Kokosnuss, Walnuss, Mandel, Kastanie, Haselnuss, Pistazien, Trockenfrüchte
Suppen, SoßenAlle Suppen ohne Fleisch, gebundene und klare Brühe, Buttersoße, MayonnaiseSuppen mit Fleisch wegen dem EiweißInstand Produkte und Produkte mit Phosphatzusatz
Gewürz und KochsalzKnoblauch, Zwiebeln, Essig, Kräuter und Gewürze alle, Senf und MeerrettichKochsalz, Tomatenmark, Ketchup, flüssige Würzmittel, Brühwürfel, StreuwürzeKochsalzersatzmittel sowie Produkte die damit hergestellt sind
GetreideprodukteJedes Brot und Gebäck, Reis, Nudeln ohne Ei, Grieß, Cornflakes, Blätterteig, Haferflocken, Strudelteig, Hefeteig, Mehlspeisen, Kuchen und Torten, Weinstein-BackpulverMüsli ohne NüsseBackmischungen, Kuchen mit normalem Backpulver, Nüsse und Kakao, salziges Gebäck was viel Salz enthält, Käsegebäck
Fette und ÖleAlle Sorten sind ok, Butter, Öl, Margarine, Speck, Sahne mit Wasser verdünnt, Creme fraiche, Schmand, saure Sahne Erdnussbutter und Erdnussmus
Getränke (Menge wird mit dem Arzt besprochen)Mineralwasser, Kaffee, Zitronensaft, Himbeersirup, Alle Teesorten, LimonadeFruchtsaftgetränke, Obst- und Gemüsesäfte, Alkohol wie Wein, Bier und SektInstantgetränke, Getränke mit Phosphatzusätze, Cola Getränke, Mineraldrinks
Zucker, SüßwarenWeißer Zucker, Fruchtzucker, Süßstoff, Honig, Marmelade, Eis, Fruchtgummi, Bonbons, KaramellenSchokolade, Pralinen, Müsliriegel, Apfelkraut, BirnenkrautProdukte mit Nüssen und Marzipan. Produkte mit Phosphatzusätzen, Nuss-Nougat-Creme, Rübensirup, Lakritz

Liste der eiweißreichen, tierischen Lebensmittel

Der Arzt bestimmt die Persönliche Eiweißzufuhr, die man braucht. Meistens liegt die zwischen 10 bis 30g am Tag und ist aber nur ein Durchschnittswert. Wenn man mal einen Tag mehr tierisches Eiweiß zu sich genommen hat, muss man das am Tag darauf anpassen. Die Tabelle zeigt die empfehlenswerten und nicht empfehlenswerte Eiweißquellen.

NahrungsmittelEmpfehlenswertNicht zu empfehlen
Milch und MilchprodukteHartkäse 100g = 25g Eiweiß Weichkäse 100g = 20g Eiweiß Frischkäse 100g = 12g Eiweiß Milch, Kakao, Joghurt, Dickmilch, Sojadrink 1/8l = 5g EiweißSchmelzkäse, Kochkäse, Kaffeeweißer, Milchpulver, Milchmixgetränke, Kondensmilch
Fleisch, GeflügelAlle Sorten 100g = 20g EiweißGepökelte Produkte, Innereien, sehr Salzige Sachen
WurtAlle Sorten 100g = 15g EiweißSehr Salzige Sorten
Fisch, SchalentiereAlle Sorten 100g =20g EiweißRäucherfisch, Sardinen in Öl, Fischkonserven
Eier1 ganzes Ei 7g EiweißEipulver

Muss man eine Eiweißdiät machen, kann es sein das man vom Arzt essenzielle Aminosäuren bekommt, die man nehmen muss.

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