Fleisch ist mit nicht Wurst
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Fleisch ist mir nicht wurst

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Fleisch ist mir nicht wurst – Über die Wertschätzung unseres Essens und die Liebe meines Vaters zu seinem Beruf von Klaus Reichert

Kein Fleisch ist auch keine Lösung – ein Metzgersohn über den Respekt vor dem Tier auf dem Teller

Wollen wir Fleisch essen, müssen Tiere dafür sterben. Eine Tatsache, die seit Langem schon und immer mehr verdrängt wird. Statt beim Metzger, wo das Steak noch vor unseren Augen vom Stück geschnitten wird, kaufen wir es im Supermarkt – aufs Gramm genau portioniert und abgepackt, nur an den Etiketten wird noch erkennbar, um welches Tier es sich einmal gehandelt hat.

Fleisch ist mir nicht wurst

Wir essen Tiere, ohne uns Gedanken darüberzumachen, wie sie gelebt haben und gestorben sind. Und plagt uns das schlechte Gewissen oder ekelt uns die Massentierhaltung und ein Fleischskandal, greifen wir zu veganen Bratlingen, die Fleisch imitieren.

Metzgersohn Klaus Reichert wirbt für mehr Wertschätzung der Wurst und Respekt für die Tiere, die dafür ihr Leben lassen müssen. Denn er selbst stammt aus einer Familie, die schon in der dritten Generation dafür sorgt, dass Fleisch etwas Besonderes bleibt.

Eine aufrüttelnd-humorvolles Plädoyer für einen Fleischkonsum mit Maß und Anspruch.

Information zum Buch Fleisch ist mir nicht wurst

  • Broschiert: 192 Seiten
  • ISBN-10: 3959673698
  • ISBN-13: 978-3959673693
  • Größe und/oder Gewicht: 13.2 x 2.5 x 21.3 cm
  • Sprache: Deutsch
  • Herausgeber: HarperCollins; 1. Auflage (28. Juli 2020)
Fleisch ist mir nicht Wurst

Autor von Fleisch ist mir nicht wurst

Klaus Reichert, geboren 1963 in Frankfurt-Höchst, wuchs in einer Metzgerfamilie auf. Er schreibt Drehbücher und Hörspiele und hat als Ghostwriter Sachbücher verfasst. Als freier Journalist moderiert er im Radio Talksendungen und aktuelle Magazine und er war Anchor einer Bundesligashow. Klaus Reichert ist Kommunikationsberater eines Bestattungshauses und gehört zu den Gründern der Künstlergruppe Gotensieben, deren Ausstellung »Metzgerei Seele & Söhne« große Beachtung fand. Mit seinem Bruder Thomas, der den Familienbetrieb übernahm, verbindet ihn eine enge Beziehung, bei der es häufig um die Wurst geht. Beide leben im Frankfurter Raum.

Autor Klaus Reichert im Interview

Warum sollte jeder Mensch wissen, wie das Schnitzel auf den Teller kommt?

Klaus Reichert: Fleisch wächst nicht in den bunten Tüten im Supermarktregal. Und es gedeiht auch nicht auf Bäumen oder in Ackerfurchen. Für das Schnitzel musste ein Tier sterben. Das muss einem nicht bei jedem Bissen bewusst sein. Aber immer mal wieder daran zu denken, fördert Respekt und Wertschätzung für die Tiere, die sterben, damit wir satt werden. Sich dessen bewusst zu sein, könnte dazu führen, dass wir die Tiere besser behandeln.

Wie ist es um unsere Mensch-Tier-Beziehung bestellt? Was sollte sich Ihrer Meinung nach ändern?

KR: Mensch und Tier stehen nicht auf einer Stufe. Wir haben angefangen, uns vor vielen tausend Jahren mit unserem Essen anzufreunden. Das war clever. Auch das hat uns geholfen, an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen. Rinder und Schweine sind Nutztiere. Der Nutzen für uns besteht darin, dass wir sie aufessen. Der Nutzen für die Tiere sollte darin bestehen, dass wir sie bis zu ihrem Tod gut behandeln.

Inwiefern ist das Metzgerhandwerk ein unterschätzter Beruf?

KR: Unterschätzt würde ich nicht sagen. Denken Sie z.B. an die Digitalisierung. Momentan ist das der neueste Hotshit. Das Metzgerhandwerk lässt sich nicht Digitalisieren, auch deshalb droht es aus dem Blickfeld zu verschwinden. Was ich bedaure, weil die Metzger stehen nicht nur für schmackhafte Fleisch- und Wurstwaren, sie stehen auch für das Töten der Tiere. Und daran immer wieder erinnert zu werden, auch dafür brauchen wir die Metzger.

Wem möchten Sie Ihr Buch auf den Nachttisch legen – und zählen Vegetarier und Veganer auch dazu?

KR: 95% der Menschen in Deutschland essen Fleisch. Es reicht, wenn die das Buch lesen.

Fleisch ist mit nicht Wurst

Fleisch ist mir nicht Wurst – Wie denke ich drüber

Das Thema Fleisch geht gerade durch die Medien und ja nicht immer zu Unrecht. Es ist oft nicht richtig, wie man mit dem Tier umgeht, auch ein Tier, das für uns stirbt, sollte mit Respekt behandelt werden. Aber was eben wichtig ist, Anfangen von kleinen Kindesbeinen den Kindern erklären, das Fleisch nicht im Supermarkt wächst und das Kühe nicht lila sind. Es ist so dass ein Tier sterben muss, wenn wir Fleisch essen möchten.

Ich akzeptiere jeden, ob Vegetarier oder veganer oder eben jemand des Fleisches konsumiert. Niemand, aber auch niemand hat das Recht, jemand anderen zu sagen, was er auf den Teller hat. Diese Entscheidung hat jeder selbst und ich muss für mich entscheiden, was ich essen möchte. Ich erlebe alle Seiten und dieses mit Gewalt überzeugen. Also entscheidet nur für euch allein.

Der Autor möchte erinnern, dass man das Fleisch Wertschätzen soll und nicht „verballert“. Es wird Zeit, sich Gedanken zu machen. Seine Familie ist schon in 3. Generation Schlachter und sorgen dafür, jedes Stück Fleisch ist was Besonderes. Es zeigt uns, wie wichtig Metzger vor allen die kleinen sind. Das Buch hat mir gut gefallen, es beeindruckte mich und regte zum Nachdenken an. Sehr positiv ist auch das auf das Tierwohl eingegangen. Gutes Fleisch kann man nicht mit dem aus dem Supermarkt vergleichen, macht einmal den Test. Qualitatives Fleisch verliert nicht viel Wasser und „läuft“ nicht ein, abgesehen vom Geschmack.

Das Buch ist auch einer besonderen Weise geschrieben und kann helfen, mit Respekt Fleisch zu konsumieren. Ein Buch, was zu empfehlen ist und selbst eine Freundin möchte das jetzt lesen.

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